Montag, 12. April 2021

Olaf Ogerhaut

 

Olaf Ogerhaut



Olaf gehörte einer Sippe fahrender Spielmänner an. Auf einem Kutschblock sitzend wurde er bei einem Überfall von einem Kriegshammer am Kopf getroffen. Er erholte sich von seiner schweren Verletzung, verlor jedoch jegliche seiner akrobatischen Talente. Seitdem verdingt er sich als Wikinger, bei welchen sein einfaches Gemüt und große Stärke geschätzt wird.

Freitag, 9. April 2021

Lars der Jäger

 

Lars der Jäger



Lars ist das jüngste Mitglied der Bræðuron. Er wuchs in einem Küstendorf auf und musste miterleben wie seine Heimat geplündert und ausgelöscht wurde. Nachdem er sich mit seinem Jagdbogen alleine gegen die Angreifer verteidigt hatte schloss er sich später selbst Wikingern an, in der Hoffnung irgendwann die Schlächter seiner Sippe zu finden und Rache zu nehmen. 

Sonntag, 4. April 2021

Erik Eisenbart

 

Erik Eisenbart



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Erik stand schon als Welpe auf den Planken eines Drachenschiffes. Im Laufe seines Lebens hat er schon an jeder Küste der Alten Welt geplündert. Er ist der stärkste Kämpfer der Bræðuron und strebt vor allen anderen nach einem Platz in den Sagas der Helden. Erik erfuhr durch einen Skalden vom Ruhm des mächtigen Bjørn Bærenstyrn, der im Imperium Heldentaten vollbringt. Seither betrachtete er es als sein Schicksal diesen Nordmann zu finden und dessen Schwurmann zu werden.



 

Donnerstag, 1. April 2021

Begegnung auf den Nebelhöhen

 

Begegnung auf den Nebelhöhen


Der Aufstieg war mühsam. Bjørn schnaufte und fragte sich, ob es die paar Goldstücke wert waren, sich derart abzuschuften. Die verängstigten Bauern aus dem Dorf waren ihm egal. Als sie ihm aber eine Handvoll Goldmünzen darboten, um das Dorf von dem Unhold zu befreien der regelmäßig Kinder und Tiere verschleppte, hatte er zugesagt. Er hatte noch einige Wochen Zeit um zum verabredeten Treffpunkt zu gelangen und ein kleiner Zuverdienst konnte nicht schaden. Die Bauern sagten der Unhold würde auf den Nebelhöhen hausen und des nachts für Raubzüge herunterkommen. Also wuchtete Bjørn seinen massiven Körper die Flanken der Hochebene hinauf, um dem Schrecken den Gar aus zu machen. 
Während beim Aufstieg strahlender Sonnenschein dem Nordmann die Schweißperlen in den Bart rannen ließ, bedeckte dichter Nebel das gesamte Hochplateau. Auch die Temperatur war unnatürlich kühler. Bjørns Stiefel schmatzten durch kalten sumpfigen Boden und er irrte einige Zeit orientierungslos herum. Auch das Zeitgefühl verließ ihn und er konnte nicht mehr mit Bestimmtheit sagen wie lange er schon in der trostlosen Einöde umherwanderte. Nachdem er das zweite Lager abgebrochen hatte und sein Proviant sich dem Ende zuneigte entschied er sich grunzend die Suche abzubrechen und unvollendeter Dinge den Rückweg anzutreten. Als er aber fluchend ob der verschenkten Zeit den Abstieg suchte, stieß er unverhofft auf einige verfallene Gebäude. Dies musste einmal eine Art Tempelstätte gewesen sein und während er die Ruinen untersucht erfasste ihn ein unnatürlicher Hauch, der seine buschige Rückenhaare zu Berge stehen ließ. Instinktiv zog er sein breites Langschwert und presste das schwere Eichenschild fest an den Körper. Im nächsten Moment ertönte platschendes Hufgetrappel hinter ihm. Bjørn drehte sich um die eigene Achse und lenkte einen Lanzenstoß ab, der kratzend die Oberfläche seines Schildes aufriss. Der Reiter stob an ihm vorbei und mit einem Schwung hieb er sein Schwert durch die Flanke des Pferdes. Doch statt zu straucheln setzte das Tier seinen Weg fort. "Verdammter Wiedergänger!" fluchte Bjørn, doch bevor er vor Verachtung ausspucken konnte, nahm er den galoppierenden Lärm eines weiteren Angriffs hinter sich wahr. Die Lanze schnitt durch seine Seite, aber er warf sich mit seiner ganzen Masse gegen das nachfolgende Reittier, verkeilte sein Schwert in seinem Körper und zwang es auf die Knie. Mit seinem Schildarm versetzte er dem Reiter einen Stoß, befreite das Schwert und schlug der Kreatur den Kopf ab. Das Pferd wieherte unnatürlich bockte auf und stolperte samt Reiter davon. Grimmig beobachtete Bjørn wie der Wiedergänger ungeschickt und doch zielstrebig seinen Kopf  vom Boden aufhob und sein Pferd zum nächsten Angriff wendete. Das Blut floss ihm aus der offenen Flanke und es bereitete ihm starke Schmerzen seinen Schwertarm zu heben, um den nächsten Angriffen zu begegnen. Es waren drei Zombiereiter, die sich nun  kreisförmig um ihn herum auffächerten, um ihn gleichzeitig von allen Seiten zu attackieren. Bjørn schnaubte verächtlich und verwünschte die Dorfbewohner, welche nur von einem Unhold gesprochen hatten. Er zog das Schild dichter an den Körper, hob das Schwert und brüllte seinen Gegnern eine trotzige Herausforderung entgegen. 
"Bærenstyrn!" schrien plötzlich viele Kehlen gleichzeitig, als sich die Zombiereiter gerade in den Angriffstrab begaben. Ein Pfeil sauste an Bjørns Kopf vorbei und schlug schmatzend in die Brust eines Angreifers. Der Kopf eines weiteren Zombies wurde hart zur Seite gerissen, als sich ein Armbrustbolzen in seine Schläfe bohrte. Praktisch zeitgleich tauchte ein wilder Krieger mit fellbesetztem Helm auf und hieb einen schweren Kriegshammer in die Brust des trabenden Pferdes. Der Hammerkopf grub sich tief in den morschen Brustkorb, das Pferd brach im Lauf zusammen und sein fauliger Reiter  polterte zu Boden. Auf der anderen Seite tauchte ein weiterer furchterregender Krieger mit einer großen Axt auf, welche er in einem weitem Schwung gegen die Läufe des zweiten untoten Pferdes hieb. Die Vorderläufe wurden abgetrennt wie Zweige und das Untier stürzte samt Reiter zu Boden. Der verbliebende Unhold setzte seinen Angriff unbeirrt gegen Bjørn fort. Doch ein einzelner Angreifer stellte für den muskulösen Nordmann keine Bedrohung mehr dar. Er lenkte die Lanze mit dem Schild ab und hieb mit einem Rückhandschlag den Reiter oberhalb der Hüfte in zwei Hälften. Während der Oberkörper, der immer noch seinen eigenen Kopf in der Hand hielt vom Torso rutschte, durchbohrte ein weiterer herangeeilter Krieger den Kopf des am Boden liegenden Zombies mit seinem Schwert und nagelte den zuckenden Unhold am Boden fest. 



Bjørn schwang sein Schwert durch die Luft, um die Klinge vom groben Unrat zu befreien. Dann kniff er die Augen zusammen und blickte abwartend auf die Männer, die ihm so unverhofft zu Hilfe kamen.
Der behelmte Krieger mit der großen Axt befreite seine Waffe aus den Überresten des letzten Unholdes und schritt mit grimmiger Miene auf den hünenhaften Nordmann zu. Kurz vor Bjørn blieb er stehen und die restlichen vier Männer versammelten sich hinter ihm. Er reckte leicht den Kopf um Bjørn direkt ins Gesicht zu sehen. Dann entblößte sein struppiger Bart ein breites Grinsen. "Sei gegrüßt mächtiger Bjørn Bærenstyrn. Ich bin Erik Eisenbart und wir sind die Bræðuron. In Norsca unserer aller Heimstätt, besingen die Skalden deine Taten. Wir sind weit gereist um dich zu finden." Erik beugte ein Knie und stützte sich dabei auf seine Axt. Die anderen taten es ihm nach. Dann senkte er den Kopf sprach: "Du bist unser Schicksal, Bærenstyrn. Teile Ruhm und Gold mit uns und unsere Waffen und Leben sollen dein sein!"

Bjørn rammte sein Schwert in den Boden und ergriff Eriks Hand. "Bei den Göttern. So soll es geschehen! Und jetzt trinken wir!"










Sonntag, 21. März 2021

Der Fechter

 

Der Fechter

Der klassische HeroQuest Landsknecht. Auch ein sehr schönes Modell, dass den Stil des Imperiums der 90er repräsentiert. Leider sind die Figuren etwas zu klein modelliert. Die Waffen waren austauschbar, um alle Waffengattungen abzudecken. Das hat im großen und ganzen auch ganz gut funktioniert und sah auch gut aus. ich habe nur den Fechter gebaut und das Schwert angeklebt, da ich ja für die anderen Waffengattungen schöne Alternativen zur Hand hatte.










Mittwoch, 17. März 2021

Die Bræðuron




Die Bræðuron



Die Gischt stob meterhoch in den schwarzen Himmel, als der Kiel durch den Wellenberg brach wie ein Schmiedehammer durch eine Sanddüne. Die Balken ächzten und knackten bedrohlich, als das Boot in das Wellental stürzte. Die Kräfte des Meeres griffen nach der Konstruktion und suchten danach sie zu biegen und zu verdrehen. Erik umklammerte mit festen Griff den Steven und starrte auf den durch Sturm und Regen zerrissenen Horizont. Meerwasser und Regen bedeckten seinen Helm und durchflossen seinen dichten Bart als er den Kopf zur Rúm drehte. Er blickte in die grimmigen und entschlossenen Gesichter der Männer, die sich wie lebendige Schraubzwingen an die Sessa und Bordwand vergriffen hatten. "Die große Schlange dreht und windet sich!", schrie er gegen Sturm.
Die salzverkrusteten Lippen von Knut formten ein verbissenes Lachen: "Die Götter erwarten uns in der großen Halle, Bruder. Die große Schlange wird uns nicht brechen!" Mit einem Krachen, das selbst den Sturm übertönte, brach der Mast und zog das zerissene Segel wie eine groteske Fahne flatternd in die tobende See. Lars warf sich flach von seiner Sessa und tauchte so unter dem Mast hindurch, der die Bordwand und seinen Riemen zerschmetterte. Das Schiff stieg den nächsten Wellenberg empor und der Jäger rutschte über das Deck nach achtern. Mit einem trotzigen Aufschrei schmetterte Olaf seinen gewaltigen Hammer in die nassen Planken und die Bahn grub sich tief ins Deck. Lars packte den Stiel der Waffe und zog sich zu Olaf, der im nächsten Augenblick seinen Arm mit festem Griff packte. "Auch du wirst mit uns in der großen Halle speisen, Bruder!"
Über die ganze Nacht tobte der Sturm und die Gewalten des Meeres spielten mit dem Schiff wie ein Kind mit seiner Puppe. Erst als das erste Licht des Tages sich mühsam durch die schwarzen Wolken zu kämpfen begann, legte sich der Regen und der Sturm schwächte ab.
Sven stand auf der Bugwand und hielt sich an einem zerschlissenen Seil, welches vom Steven herabhing. Das kupferrote Haar klebte auf seinem Gesicht und seine Augen waren vom Salz so rot wie sein Bart. Erik trat an seine Seite und stützte sich dabei auf seine schwere Axt. "Was siehst du?" fragte er, ohne den Blick vom Horizont abzuwenden. "Unser Schicksal", sagte Sven und zog sich die Kapuze vom Kopf. "Machen wir uns bereit!"

Getragen von den letzten kräftigen Wellen des Sturms brach das zerschundene Schiff in den vom Sturm verheerten Holzkai. Wie ein zu Tode gerittenes Pferd bäumte es sich noch einmal auf und zerbarst als es sich im hölzernen Uferbauwerk verkeilte. Im selben Augenblick sprangen 5 Krieger von seinem Deck und schritten ohne sich noch einmal umzudrehen auf die fassungslosen Hafenarbeiter zu. "Den Göttern zum Gruß, Festländer." sprach Olaf dessen Gesichtszüge vollständig von Bart und Helm verdeckt blieben. " Wir sind die Bræðuron und wir suchen den, den ihr Bærenstyrn nennt!"




Samstag, 20. Februar 2021

Hellebarder

 

Der Hellebarder


Der Hellebarder ist der Alrounder unter den Landsknechten. Es bot sich an, dafür die alten Modelle der Staatstruppen zu benutzen. Nach meinem Empfinden ebenfalls wunderschöne ikonische Sculpts. Hier kann man sich farblich wirklich austoben.